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Jirka Pfahl
(A4, Bd. 5)
Mit dem Heft „ausderkunst“ legt der Konzeptkünstler Jirka Pfahl (geboren 1976) ein Bildarchiv vor, dessen Zusammenstellung den Leser und Betrachter zunächst verwirrt. Einige wenige Reproduktionen von künstlerischen Arbeiten und Ausstellungsansichten, umgeben von Alltags- und Partyszenen sowie Nebenschauplätzen des Kunstschaffens und -vermittelns: Weniger geben die versammelten Fotografien einen Einblick in die künstlerische Arbeit Jirka Pfahls als dass sie Fragen aufgeben. Wer ist in welcher Situation wo und wann zu sehen? Warum überhaupt? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen den einzelnen Fotografien? Anders formuliert: Was gibt es zu entdecken? Der Betrachter und Leser ist aufgerufen, den gelegten Fährten zu folgen.
Während der Beitrag des Berliner Kurators und Galeristen Asim Chughtai als eine weitere Spur fungiert, ruft die Leipziger Künstlerin und Autorin Tina Schulz die „Jagd nach dem Großen Bären“ der Kunst aus. Aufgrund der Metapher der Kunst als Bären und des Kunstbetriebs als Jagdterrain öffnet Tina Schulz einen Vorstellungsraum, um dem Buchkonzept Jirka Pfahls auf den Grund zu gehen. „Die Kunst ist ein Bär, dessen schimmernder Pelz viele Jäger auf den Plan ruft. Natürlich ist dieser Bär kein gewöhnlicher: Obwohl kein Jäger mit Sicherheit von sich behaupten kann, den Bären erlegt zu haben, wurde seine Haut schon tausendfach zerteilt. Doch das wunderliche Tier bleibt quicklebendig, streift umher, vergrößert sein Revier und narrt seine Jäger.“ (Wer das Terrain des Magazins ganz genau prüft, wird übrigens doch noch Abbildungen von künstlerischen Arbeiten Jirka Pfahls aufspüren!)
Gestaltung: Michael Wagener (gutleut gestaltung)
Übersetzung: Oliver Kossack
32 Seiten, zahlreiche Abbildungen, geheftet, 29 x 21 cm, dt./engl., Euro 11,00
ISBN 978-3-936826-27-2
© gutleut verlag 2006
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